Herbstprüfung am 23.09.01 im Revier Nieukerk/Aldekerk (HP und HAP)
Revier: Carl Hubertus und Partner
große Rübenschläge, Kartoffeläcker, Raps und Altgrasflächen, gut beschilftes PrüfungswasserGemeldet:
Wetter: trocken, bewölkt, leicht drehender Wind, ca. 15-16°
Wild: Fasane, Hasen, Rehe
Richter: H.D. Bender, H.J. Durst
Richterobmann und Prüfungsleiter: R. Michel
Richteranwärter: Christian v. Mässenhausen
2 Hunde HAP, erschienen 2, bestanden 2
Herbstprüfung
GSH, Eike from the gordons lodge, DPSZ 244/99
WT: 20.12.99
F.: Bruni Steinhaus
Nach beeindruckenden Vorstehleistungen in einem Rübenschlag zeigte
uns die Hündin noch gute bis sehr gute Leistungen im Feld. Die Prüfung
konnte Eike jedoch nicht bestehen, da sie nach intensiven Bemühungen
der Führerin und einigen Steinwürfen das Wasser zwar an nimmt,
die tote Ente findet, aber nicht bringt. Die Hündin ist schussfest
im Feld und im Wasser. P3 u. r. -.
10,8,10,11,8,8,10,10,10,-,O,8 = 188 Pkt., nicht bestanden, Grund:
§17/5
ISR, Whisky von Demühlen, DPSZ 62/00
WT: 14.03.00
F.: Werner Franke
Der Rüde sucht in typischer IS-Manier. Er geht weit, ist aber
trotzdem führig und gehorsam. Whisky zeigte im Feld sehr gute Leistungen.
Er konnte die Prüfung leider nicht bestehen, da er auf der Federwildschleppe
versag te. Er war am Stück und hat nicht gebracht. Die Arbeitspunkte
vom „Verlorenbringen aus der Deckung“ wurden von einer am 22.09.01 bestandenen
HZP übernommen. Der Rüde ist im Feld und im Wasser schussfest.
9,1O,10,9,9,10,8,0,1O,6,-,-, = 188 Pkt. nicht bestanden, Grund:
§14/4
Griffon-R, Erekan vom Kempter Wald, 12832
WT: 11.03.00
F.: Barbara Hochstein
Der selbstbewusste Rüde zog gleich zu Beginn seiner Suche in einem
Rübenfeld einen Hasen mit hoher Nase an. Nach dessen Abreiten begleitet
er ihn sichtlaut. Sei ne Suche war von sehr viel Passion geprägt.
Sehr beeindruckend umschlägt er einen Fasan und steht diesen dann
gut vor. Leider konnte der Rüde nicht bestehen, da er auf der Federwildschleppe
versagte. Er findet das Stück, nimmt auf, nach wenigen Metern legt
er die Henne ab und schneidet sie an. Erst nach einem erneuten Apportbefehl
unterbricht er seine Tätigkeit und bringt. Die Arbeitspunkte vom „Verlorenbringen
aus der Deckung“ werden von der am 15.09.01 abgelegten HZP übernommen.
Der Rüde ist schussfest im Feld und im Wasser.
10,1O,1O,1O,1O,10,1O,0,1O,10,-,-, = 210 Pkt. nicht bestanden,
Grund: §14/5 und §22/8
Herbstaltersprüfung
GSR, Billy ton Honhues, DPSZ 74/99
WT: 22.03.99
F.: Bruni Steinhaus
Der Rüde zeigt uns eine sehr systematische, in gleich mäßigen
Schleifen angelegte Suche. Mit viel Ausdauer und sehr gutem Gehorsam suchte
er in drei Gängen das ihm zugewiesene Gelände ab. Mit schlechtem
Wind sticht Billy einen Hasen, den er kurz anhetzt. Danach macht ein weiterer
Hase einen Fasan hoch, dem der Rüde nach springt. Im weiteren Suchenverlauf
markiert Billy leider nur kurz einen Fasan, um ihn dann herauszustoßen.
Gegen Ende des letzten Ganges zeigt der Rüde kurzes Vorstehen am Hasen.
Die gezeigten Vorstehleistungen konnten gerade noch mit einem Genügend
bewertet werden. auch an der Nasenqualität wurden Abstriche gemacht.
Die Schleppenarbeiten wurden ohne Beanstandungen absolviert. Bei der Wasserarbeit
kam es auch zu Punktabzügen, da Billy mehr am Ufer als im Wasser suchte.
Die sichtige Ente zog ihn ins Wasser, er verliert sie kurz danach jedoch
wieder auf der Schwimm spurt. Beim Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer
findet der Rüde mit Unterstützung durch seine Führerin die
Ente und bringt. Er ist schussfest im Feld und im Wasser.
7,10,1O,3,1O,1O,1O,1O,10,5,6,7 = 191 Pkt. bestanden, IIIb-Preis
ISH, Winnipeg von der Kreuzmühle, DISZ 97032
WT: 21.07.97
F.: Bruno Dahm
Die Hündin beginnt ihre Suche flott mit viel Ausdauer. Nachteilig
wirkt sich die tiefe Nasenführung und das häufige Zurückäugen
zum Führer aus. Im weiteren Suchenverlauf wird ihr Stil immer besser.
Gehorsam und Führigkeit waren sehr gut, was besonders durch die Lenkbarkeit
mit Handzeichen zum Ausdruck kam. Mit schlechtem Wind wirft die Hündin
einen Fasan, steht aber dann einen Hasen noch gut vor. Sie zeigt sich bei
dessen Abreiten ohne Einwirkung gehorsam. die Federwildschleppe wurde tadellos
erledigt. Auf der Haarwild schleppe arbeitet Winnipeg nur ca. 50 Meter,
geht dann zur freien Verlorensuche über, findet mit Glück das
Kanin und bringt. Am Wasser zeigt uns die Hündin die beste Arbeit.
Abstriche gab es nur beim Bringen nach Überprüfung der Schussfestigkeit,
denn hier wirft sie dem Führer die Ente vor die Füße. Alle
anderen Arbeiten waren im Sehr gut-Bereich. Ohne Unterstützung nimmt
sie das Wasser an, lässt sich mit Handzeichen in Richtung der toten
Ente lenken und bringt selbständig. Anschließend stöbert
die ISH ca. 15 Minuten, überquert mehrmals das offene Wasser und kann
die Ente aus dem gegenüberliegenden Schilf herausdrücken. Wegen
ungünstiger Sichtverhältnisse kann der Führer nicht schießen.
Die Hündin sucht das Ufer vom Wasser aus ab und findet ein 2. Mal
die Ente. Ein risikofreier Schuss kann wieder nicht abgegeben werden. Die
Hündin ist schussfest im Feld und im Wasser.
8,9,1O,7,1O,10,9,10,6,1O,10,8 = 222 Pkt. bestanden, IIIa-Preis
An dieser Stelle gilt mein besonderer Waidmannsdank meinen Mitrichtern. Wir waren in unserer Urteilsfindung immer einer Meinung. Waidmannsdank auch an die Revierpächter Carl Underberg und Partner. Vielen Dank auch der Landesgruppenleiterin, Frau Pieck, sie versteht es, eine Prüfung im Vorfeld zu organisieren, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.
Rolf Michel